Home Assistant und Solar: So steuert KI Ihre Hausgeräte nach Sonnenstand
Eine 10-kWp-Anlage produziert an sonnigen Tagen mehr Strom als ein Haushalt braucht. Mit Home Assistant wird aus Einspeisung Eigenverbrauch.
Das Grundproblem
Einspeisevergütung 2026: ca. 8 ct/kWh. Bezugsstrom: ca. 30 ct. Jede kWh, die im Haus verbraucht statt eingespeist wird, spart 22 ct. 3.000 kWh Überschuss/Jahr = 660 €.
Was braucht man?
- Home Assistant auf Raspberry Pi, Mini-PC oder NAS
- Smart Meter — Shelly Pro 3EM oder Modbus/MQTT am Wechselrichter
- Schaltbare Verbraucher — Shelly-Relais, smarte Steckdosen, Wärmepumpe, Wallbox
- Optional: PV-Überschuss-Inverter wie Acthor 9s
Die Logik in Home Assistant
flowchart TD
PV["☀ PV"] --> SM["Shelly 3EM"]
VB["🏠 Verbrauch"] --> SM
SM --> HA["Home Assistant"]
W["🌤 Wetter"] --> HA
BAT["🔋 Batterie"] --> HA
HA --> C{"Überschuss?"}
C -->|"> 500 W"| WW["♨ Warmwasser"]
C -->|"> 1500 W"| WP["❄ Wärmepumpe"]
C -->|"> 3000 W"| EA["🔌 Wallbox"]
Template-Sensor berechnet Überschuss. Automatisierungen reagieren mit Hysterese gegen Flattern.
Batterie-Ladestand einbeziehen
Mit Hausspeicher: SoC beachten. Verbraucher erst zuschalten, wenn Batterie über 80 %. So bleibt abends Kapazität.
KI auf Wetter reagieren lassen
Home Assistant integriert Wetter (OpenWeatherMap, DWD). Regel oder LLM: Wenn Rest des Tages bewölkt, Wallbox trotz geringerem Überschuss aktivieren. Für komplexere Logik: n8n-Workflow mit Prognose, Strompreis (Tibber), Batteriestand.
Der Acthor 9s
Stufenloser PV-Überschuss-Regler. Bekommt Überschuss gemeldet, gibt genau diese Leistung an Heizstab — kein An-Aus. Warmwasser optimal, ohne Netzbezug.
Typischer ROI
Invest 500–1.500 €. Mehrersparnis 300–900 €/Jahr. Amortisation 1–3 Jahre, danach reine Rendite.
Fazit
PV ohne intelligente Steuerung verschenkt Geld. Home Assistant hat steilere Lernkurve als proprietäre Apps, dafür bleibt alles in deiner Hand.